Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie wurde aus der Psychoanalyse weiterentwickelt. Sie geht davon aus, dass in der Entwicklung vieler Menschen, vor allem in Kindheit und Jugend als der besonders prägenden Zeit, belastende Wahrnehmungen, Konflikte und Gefühle nicht bewusst erlebt und verarbeitet werden konnten, weil sie zum damaligen Zeitpunkt unerträglich, ängstigend, beschämend waren. Sie mussten ins Unbewusste verdrängt werden. Durch aktuelle Lebensereignisse kann eine unbewusste Belastung aktiviert werden und zu verstärkter Anspannung mit Angst und anderen seelischen und körperlichen Beschwerden führen.

In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie geht es darum, die unbewussten Prozesse bewusst zu machen und zu verstehen, um sie verändern zu können. Gemeinsam mit dem Therapeuten werden Verhaltensweisen, Beziehungsgestaltung und die Interpretation der zwischenmenschlichen Erfahrungen untersucht. Die Beziehungsmuster werden auch in der therapeutischen Beziehung spürbar. Aufgabe der Therapie ist es, sie wahrzunehmen, zu verstehen und dann zu verändern. Auf diese Weise kann der Patient für seine inneren Konflikte Lösungen finden, die ihn in seiner Lebensentfaltung weniger behindern.

Die Krankenversicherungen bezahlen in der Regel 50 bis 80 psychotherapeutische Sitzungen.