Spezielle Psychotraumatherapie

Fortbildungsreihe “Spezielle Psychotraumatherapie” 

Die Bedeutung traumatischer Ereignisse für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Erkrankungen wurde in den vergangenen Jahren auch jenseits einschlägiger Diagnosen wie PTBS oder Borderline-Persönlichkeitsstörung zunehmend erkannt. Entsprechend streben Praktiker oftmals eine Spezialisierung in Psychotraumatherapie an, um ihre Kompetenzen zu erweitern. Viele psychotherapeutische Einrichtungen setzen zudem die Weiterqualifikation ihrer Mitarbeiter in diesem Bereich für die Arbeit mit traumatisierten Patienten voraus.

Bereits zum 5. Mal bietet die APP KÖLN eine Fortbildungsreihe “Spezielle Psychotraumatherapie” an. Die Fortbildungsreihe richtet sich an:

  • Psychologische Psychotherapeuten
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  • Ärztliche Psychotherapeuten
  • Teilnehmer in fortgeschrittener psychotherapeutischer Aus- oder Weiterbildung
  • Fachpersonen aus dem psychosozialen Bereich

Erfahrene Dozenten aus dem gesamten traumatherapeutischen Bereich stellen die Theorie und Praxis des aktuellen Forschungsstandes der Psychotraumatologie und Traumatherapie vor und bieten die Gelegenheit unterschiedliche Therapie- und Therapeutenmodelle kennenzulernen.

Die APP KÖLN ist zudem von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatherapie (DeGPT) anerkanntes Institut für die Fortbildung “Spezielle Psychotraumatherapie“.

Unsere Dozentinnen und Dozenten:

Einführend werden die theoretischen Grundlagen von Psychotraumatologie, Traumafolgestörungen, Psychotraumatherapie und -diagnostik vorgestellt. Anschließend wird die aktuelle Psychotraumatherapie aus den Perspektiven der Verhaltenstherapie, Psychodynamischen Ansätze, Systemischen Therapie uvm. von erfahrenen Traumatherapeuten beleuchtet. Auch die traumatherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird vorgestellt. Mehrere Veranstaltungen befassen sich zudem intensiv mit den Themen komplexe Traumatisierung und strukturelle Dissoziation. U.a. wird der Ansatz zur Psychodynamisch-Imaginativen Traumatherapie, PITT© nach Reddemann umfassend gelehrt.

Sowohl das Belegen der gesamten Veranstaltungsreihe als auch das Belegen einzelner Veranstaltungen nach Ihrem Interesse ist möglich.

Es besteht die Möglichkeit Bausteine für folgende Qualifikationen zu absolvieren:

Zertifikate und Zusatzbescheinigungen

Für jede Veranstaltung erhält jeder Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung. Darüber hinaus können Sie folgende Qualifikationen im Rahmen der Fortbildungsreihe vollständig erwerben – bitte beachten Sie, dass von Teilnehmern ohne Psychotherapieaus- bzw. weiterbildung nur ein Teil der Veranstaltungen belegt werden kann:

Psychotherapeuten und Psychotherapeuten in Aus-/Weiterbildung:

  • Zertifikat “Spezielle Psychotraumatherapie” der DeGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatherapie): für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmer dieser Berufe (für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist die Teilnahme an den Veranstaltungen möglich und wird bescheinigt. Wir weisen daraufhin, dass die DeGPT ein eigenes KJP-Curriculum entwickelt hat).
  • Zertifikat “Psychotraumatologie” der Bundesärztekammer: Die Fortbildungsreihe erfüllt die Kriterien dieses Zertifikats, es wird kein gesondertes Zertifikat ausgestellt.
  • Zertifikat “Psychotherapie bei Traumafolgestörungen” der Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer: Die Fortbildungsreihe erfüllt die Kriterien dieses Zertifikats, es wird kein gesondertes Zertifikat ausgestellt.
  • EMDR (Zusatzqualifikation entsprechend den Voraussetzungen der KBV): Für ärztliche, psychologische und Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmer dieser Berufe.
  • Vollständiges Erlernen der Methode “PITT” (Psychodynamisch-imaginative Traumatherapie © nach Luise Reddemann) mit abschließendem Zertifikat, für ärztliche, psychologische und Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmer dieser Berufe.
  • Die Theorieseminare können einen Teil der Voraussetzungen zur Zulassung zum Psychotherapeuten-Verfahren der BG/DGUV abdecken. Näheres hierzu erfahren Sie auf der Website der DGUV.

Fachpersonen des psychosozialen Bereichs ohne Psychotherapie-Ausbildung oder -Weiterbildung, die mit Menschen mit Traumafolgestörungen arbeiten, können an den Seminaren der Module 1-3 der DeGPT teilnehmen sowie an PITT Teil 1+2 (nach Rücksprache auch Teil 3).

  • Zertifikat „Psychotraumatologie“: Das Zertifikat beinhaltet eine umfassende Einführung in die Psychotraumatologie,
    Traumatherapie und vermittelt stabilisierende Techniken. Es entspricht den Modulen 1-3 der DeGPT. Für den Erwerb
    beachten Sie bitte die DeGPT-Modulzuordnung die Sie den Veranstaltungsbeschreibungen entnehmen können.
  • „Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie“, PITT (Reddemann): Fachpersonen des psychosozialen Bereichs
    können an Teil 1 und Teil 2 (nach Rücksprache auch Teil 3) teilnehmen und erhalten ein Zertifikat darüber.

Nähere Informationen (inkl. Veranstaltungsprogramm, eine Übersicht über den Erwerb der Zertifikate und den Anmeldebogen) finden Sie auf den folgenden Seiten.

 

Kooperationen

Prof. Dr. Luise Reddemann – www.luise-reddemann.de

PSZ Düsseldorf – Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge – www.psz-duesseldorf.de

AKTUELLE INFORMATIONEN

 

Veranstaltungen zur Behandlung von Patienten mit Fluchterfahrungen

Der Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungsangeboten für Flüchtlinge ist aktueller denn je. Gleichzeitig stellt genau dieses Thema viele TherapeutInnen vor neue Herausforderungen. Auf die steigende Notwendigkeit spezifischer Kenntnisse in diesem Bereich möchte die APP Köln mit verschiedenen Sonderveranstaltungen eingehen.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Umgang mit Befremden und transkultureller Kompetenz
  • Psychosoziale und rechtliche Rahmenbedingungen bei FlüchtlingspatientInnen
  • Psychotherapie in Fremdsprachen und mit Dolmetschereinsatz

SupervisorInnen und SelbsterfahrungsleiterInnen

Die APP Köln bietet, entsprechend der aktuellen Nachfrage, in regelmäßigen Abständen Gruppenselbsterfahrung mit dem Schwerpunkt auf Psychotraumatherapie an. Aktuelle Termine finden Sie auf dieser Seite weiter unten. Zudem verweisen wir auf aktuell laufende Supervisionsgruppen (Infos ebenfalls auf dieser Seite weiter unten). Folgende Liste enthält darüber hinaus anerkannte Supervisoren und Selbsterfahrungsleiter, zu denen Sie zwecks Supervision und Selbsterfahrung (z.B. im Rahmen des DeGPT-Curriculums) Kontakt aufnehmen können.

Dr. Peter BommersbachEmail: peter.bommersbach@web.de – Telefon: 0171-5399825

Dipl.-Psych. Martina HahnEmail: praxis@martinahahn.de – Telefon: 02131-3869666

Peter Liebermann – Email: p.liebermann@netcologne.de

Helga Mattheß – Email: helga.matthess@t-online.de – Email: info@psychotraumatology-institute-europe.com

Dipl.-Psych. Uta Meiß (Köln) – Email: u.meiss@t-online.de – Telefon: 0221-80064580

Ph. D. Ellert Nijenhuis – Website: www.psychotraumatology-institute-europe.com

Prof. Dr. Dr. Thomas Schnell (Hamburg, Köln) – Email: thomas.schnell@medicalschool-hamburg.de

Dipl.-Psych. Hans Schumacher (Köln) – Email: hansschumacher@praxis-fuer-tiefenpsychologie.de – Telefon: 0221-217972 – Postanschrift: Psychologische Praxisgemeinschaft, Hohenstaufenring 57a, 50674 Köln

 

Aktuelle Angebote zur Supervision und Selbsterfahrung

Gruppenselbsterfahrung (traumatherapeutischer Schwerpunkt) 

Sa, 10.06.2017 (10.00 – 14.30 Uhr) + So, 11.06.2017 (10.00 – 14.30 Uhr)

10 UE

Leiterin: Uta Meiß

Veranstaltungsort: wird noch bekannt gegeben

Zur Anmeldung senden Sie uns bitte den Anmeldebogen per Post (APP Köln, Hauptstr. 305, 51143 Köln), Fax (02203-53399) oder Email (traumatherapie@app-koeln.de) zu:

Anmeldeformular

 

Aktuell haben sich  Supervisionsgruppen (mit traumatherapeutischem Schwerpunkt) zusammengefunden unter der Leitung von:

Herrn Prof. Dr. Dr. Schnell in Köln

Frau Dipl.-Psych. Uta Meiß in Köln

Frau Helga Mattheß in Duisburg

Frau Dipl.-Psych. Martina Hahn in Neuss

Interessenten wenden sich gerne an traumatherapie@app-koeln.de.