Demonstration in Köln

Protest für eine Kurskorrektur

06.10.2026

Das Aktionsbündnis Psychotherapie ruft am Samstag, 10. Oktober, ab 14 Uhr zu einer Demonstration in der Kölner Innenstadt auf. Ziel sind Nachbesserungen am GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.

Ungeachtet der zahlreichen Proteste und Demonstrationen hat die Bundesregierung kurz vor der Sommerpause das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz verabschiedet. Die darin enthaltenen Maßnahmen sehen in mehreren Bereichen die Kürzung von Leistungen und Vergütungen vor. „Trotz massiver Kritik verschlechtert die Bundesregierung mit diesem Gesetz den Zugang zu Psychotherapie und gefährdet die ambulante Versorgung. Wir rechnen mit Praxisschließungen und weniger Nachwuchs – die Leidtragenden sind Menschen, die auf psychotherapeutische Hilfe angewiesen sind“, betont Ronja Nippert, Vorstandsvorsitzende vom Aktionsbündnis Psychotherapie.

Die Beschlüsse einfach hinzunehmen, ist für Vorstand und Mitglieder des jungen Vereins keine Option. Sie wollen sich auch weiterhin für eine bedarfsgerechte und einkommensunabhängige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen und fordern politische Korrekturen ein. Zum Tag der seelischen Gesundheit rufen sie dazu auf, erneut Position zu beziehen. Unter dem Motto: „Gemeinsam stark für seelische Gesundheit – Zusammen halten, was uns hält“ ist am Samstag, 10. Oktober, eine große Kundgebung in Köln geplant.

Die Demonstration startet um 14 Uhr auf dem Rudolfplatz, die Abschlussveranstaltung mit Musik findet um 15 Uhr auf dem Heumarkt statt. „Wir wollen diesen Tag gemeinsam gestalten: Als Zeichen dafür, dass ein starker Sozialstaat und seelische Gesundheit zusammengehören und dass es sich lohnt, dafür laut und zugleich hoffnungsvoll einzustehen“, betonen die Organisatoren. Sie hoffen auf eine breite Unterstützung und eine hohe Zahl von Teilnehmenden – weit über die eigene Berufsgruppe hinaus. Die APP KÖLN begrüßt die Initiative, gemeinsam ein Zeichen zu setzen. „Denn es geht um die künftige Versorgung von Patientinnen und Patienten, um die Zukunftsfähigkeit des Berufes und Stabilität in unserer Gesellschaft“, betont Geschäftsführerin Susan Wild.

Bildhinweis: Finn Sanders